Herausragendes Bühnenbild und Kostüme: 2. Szene, aus „Das Rheingold“ an der Oper Köln, Bildrechte: Matthias Jung

Kritikerumfrage „Die deutsche Bühne“, Spielzeit 2025/26

Antworten von Richard Lorber

1. Gesamtleistung eines großen Hauses

Oper Frankfurt
Auch nach mehr als 20 Jahren seiner Intendanz bringt Benrd Loebe einen interessanten Spielplan mit Raritäten (Agostino Steffani „Amor vien dal destino“, Wolfgang Fortner „Bluthochzeit“,… ) und Klassikern („Turandot“, Così fan tutte….) mit interessanten Regisseur:innen und Solisten oft auf internationalem Niveau. Es erstaunt allein schon die schiere Zahl von 10 Neuproduktionen in einer Spielzeit.

2. Gesamtleistung eines kleinen Hauses
Oper Wuppertal
Mit Vivaldis „Griselda“ und Phyllis Tate „The Lodger“ überrascht zeigt das relative kleine Opernhaus in Wuppertal mit hoch interessanten Stücken und Entdeckungen.

3. Besondere künstlerische Leistung im Schauspiel

4. Besondere künstlerische Leistung im Musiktheater
Nicholas Kok
Nikolas Kok, Gastdirigent am Stadttheater Hagen, musiziert Rameaus komische Oper „Platée“ aus dem Geiste der historischen Aufführungspraxis mit dem örtlichen Sinfonieorchetser auf einem Niveau, als hätte man ein französisches Spezialensemble vom Centre de Musique Baroque de Versailles eingeladen. Dazu gehört enorm viel Vermittlungskompenz und Stilwissen.

5. Besondere künstlerische Leistung im Tanz/Ballett

6. Besondere künstlerische Leistung im Kinder- und Jugendtheater

7. Besondere künstlerische Leistung im Figurentheater

8. Bühne / Kostüme / Digitale Formate
Bühnenbildnerinnen Pia Dederichs und Lena Schmid mit der Kostümbildnerin Mona Ulrich
Die Bühnenbildnerinnen Pia Dederichs und Lena Schmid zeigen in Wagners „Rheingold“ an der Oper Köln (Regie: Paul-Georg Dittrich) eine Mischung aus Kindertheater und Barocktheater mit schematischen Kulissen, grellen Farben und lustigen Kostümen, die von Mona Ulrich geschneidert wurden.

9. Größter Erregungsmoment der Spielzeit
Die noch immer nicht wieder eröffnete Kölner Oper und der Enthusiasmus, der vom Opernintendant Hein Mulders und Schauspielintendant Kay Voges sowie von GMD Andrés Orozco-Estrada bei der Spielplanpressekonferenz im März 2026 verbreitet wurde, im Hinblick auf die nunmehr in allen Kalendern stehende Wiedereröffnung im September 2026. Bei gleichzeitiger sich breitmachender Verzagtheit, was die anstehenden Sanierungen von Opernhäusern in Düsseldorf, Stuttgart, Frankfurt, Bonn und anderswo anbelangt.

 

 

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